Im Jahr 2018 setzten rund 1.000 Schülerinnen und Schüler der Calenberger Schule gemeinsam mit der Ernst-Reuter-Schule ein starkes Zeichen für den Klimaschutz: Auf einem Flurstück hinter unserem Schulgebäude wurden 1.000 Bäume gepflanzt. Die Pflanzaktion fand unter der Schirmherrschaft der Stiftung Zukunft Wald statt und markierte den Beginn des Projekts „Schulwälder gegen Klimawandel“.
Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages haben sich die Calenberger Schule, die Ernst-Reuter-Schule sowie die Stadt Pattensen verpflichtet, für einen Zeitraum von 30 Jahren Verantwortung für den Schulwald zu übernehmen, ihn zu pflegen, zu erhalten und pädagogisch zu nutzen.
Der Schulwald erstreckt sich über eine Fläche von 0,2 Hektar. Insgesamt wurden dort 1.043 standortgerechte Bäume und Sträucher gepflanzt. Mit dieser Aufforstung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur CO₂-Reduzierung, zur Sauerstoffproduktion sowie zur Förderung der biologischen Vielfalt. Auch kleine Waldflächen übernehmen eine bedeutende Funktion für den Wasserhaushalt und bieten uns Menschen wertvolle Erholungsräume.
Als außerschulischer Lernort ergänzt der Schulwald den Unterricht auf besondere Weise. Von der frühen Bildung bis Jahrgang 10 ermöglicht er fächerübergreifendes und fachspezifisches Lernen in und mit der Natur. Unter Anleitung von Lehrkräften oder externem Fachpersonal arbeiten die Schülerinnen und Schüler hier an nachhaltigen Fragestellungen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) oder nutzen den Schulwald als grünes Klassenzimmer.
Der Unterricht im Wald macht Nachhaltigkeit unmittelbar erlebbar. In einem Lernraum ohne Wände und Türen können Inhalte aller Fächer praxisnah vermittelt werden. Gleichzeitig stärkt die gemeinsame Arbeit in der Natur die Selbst- und Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler und fördert verantwortungsbewusstes Handeln für eine lebenswerte Zukunft. Der Schulwald ist damit ein lebendiger Lernort, an dem ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit ganzheitlich erfahrbar werden.